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FAQ

Wo bekomme ich den Presseausweis?
Den Presseausweis erhalten Sie bei den Landesorganisationen von DJV, dju, BDZV und VDZ sowie über die Geschäftsstellen von Freelens und des VDS. Gleiches gilt für das Autopresseschild, das die Funktion des Presseausweises ergänzt.

Was kostet der Presseausweis?
Die Kosten für den Presseausweis und gegebenenfalls für das Autopresseschild erfahren Sie ebenfalls bei den Landesorganisationen von DJV, dju in verdi, BDZV und VDZ sowie über die Geschäftsstellen von Freelens und des VDS. Die Mitglieder von DJV und dju in verdi erhalten den Presseausweis kostenlos, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen.

Warum bekommen nur hauptberuflich tätige Journalisten den Presseausweis?
Der Presseausweis ist ein Recherchewerkzeug, das professionellen Journalisten ihre Arbeit erleichtern soll. Er dient als Legitimation gegenüber Behörden und Polizei, Messegesellschaften und sonstigen Unternehmen dafür, dass sie es mit hauptberuflich tätigen Journalisten zu tun haben.

Warum wird der Presseausweis jährlich neu ausgestellt?
Die jährliche Neuausstellung dient der Fälschungssicherheit. Denn mit der Neuausstellung ändert sich nicht nur die Jahreszahl, sondern auch die Farbgebung des Presseausweises.

Warum muss ich den Presseausweis jedes Jahr neu beantragen, warum wird er mir nicht automatisch zugeschickt?
Mit jedem neuen Antrag müssen Sie nachweisen, dass Sie weiterhin hauptberuflich journalistisch tätig sind. So wird sichergestellt, dass tatsächlich nur professionelle Journalisten im Besitz des Presseausweises sind.

Ist der Presseausweis auch international gültig?
Der Presseausweis ist dreisprachig (deutsch, englisch, französisch) gehalten, um ihn auch im Ausland einsetzen zu können. Für Recherchen im Ausland, insbesondere außerhalb Europas, gibt es darüber hinaus den Internationalen Presseausweis der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF), den DJV- und dju-Mitglieder über ihre Landesorganisationen beantragen können.

Warum steht die Unterschrift der Innenminister nicht mehr auf dem Presseausweis?
Die Innenministerkonferenz hat im Dezember 2007 beschlossen, ihre Aufforderung zur Unterstützung der Inhaber auf der Rückseite des Presseausweises zurückzuziehen. Hintergrund war das Drängen kleiner, zum Teil unseriöser Verbände, den Presseausweis ebenfalls ausstellen zu wollen. Das hätte den Presseausweis abgewertet – insbesondere da viele der Interessenten die journalistische Hauptberuflichkeit nicht prüfen konnten oder wollten. Die von den Innenministern für ihre weitere Unterstützung geforderte Einigung mit all diesen Verbänden war nicht akzeptabel.

Ich habe früher immer Verlängerungsmarken erhalten, warum jetzt nicht mehr?
Den Presseausweis mit Verlängerungsmarken gibt es bereits seit Anfang 2006 nicht mehr. Eine Plastikkarte im Scheckkartenformat hat damals den alten Presseausweis abgelöst. Hauptgrund dafür war, den Presseausweis fälschungssicherer zu machen.

Warum wird der Presseausweis überhaupt so gern kopiert?
Einige Unternehmen und Organisationen haben den Presseausweis als rentablen Zusatzerwerb für sich entdeckt. Sie verkaufen nachgeahmte oder Phantasie-Presseausweise. Hauptverkaufsargument dieser Anbieter ist nicht der Recherchezweck des Ausweises. Journalisten und insbesondere auch zahlreiche Nicht-Journalisten werden vielmehr mit der Aussicht auf die so genannten Presserabatte gelockt. Der Käufer muss bei den Anbietern der nachgeahmten Presseausweise in der Regel nicht nachweisen, dass er als Journalist tätig ist. Denn je mehr Ausweise diese unseriösen Anbieter verkaufen, umso größer ihr Profit. Behörden, Polizei und Unternehmen können bei den Inhabern solcher Ausweise nicht sicher sein, dass sie es tatsächlich mit professionellen Journalisten zu tun haben.

Und was kann man gegen nachgeahmte Presseausweise tun?
Um Verwechslungen mit Kopien zu vermeiden, wird der Presseausweis seit einigen Jahren als Plastikkarte mit Farbverlauf, Hologramm und einer speziellen Drucktechnik produziert. Und um Fälschern das Handwerk zusätzlich zu erschweren, ist der Presseausweis nur für jeweils ein Jahr gültig. Zudem liegt der Geschmacksmusterschutz – eine Art Copyright für das Layout des Presseausweises – bei den ausstellenden Verbänden. Wird das Layout imitiert, ist es somit möglich, den Fälschern die Produktion durch Gerichte untersagen zu lassen, was in einigen Fällen auch schon geschehen ist.
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